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Presse – forward2business 2012

Pressemitteilungen

01. Oktober 2012

11. Mitteldeutscher Zukunftskongress „forward2business 2012“ im Zeichen der Geschäftsmodelle für eine Digitale Zukunft

Bekannte Experten und ein interessiertes Fachpublikum trafen sich am 26./27. 09. 2012 zum diesjährigen Mitteldeutschen Zukunftskongress forward2business 2012 im Mitteldeutschen Multimediazentrum in Halle (Saale).

Wie kann und wie soll der Künstler des 21. Jahrhunderts eigentlich überleben, fragte sich zum Auftakt die hochkarätige Expertenrunde unter der Moderationsleitung von Deutschlandradio-Journalistin Bettina Schmieding. Pro und Contra zum Thema „Die Zeit der Kannibalen“ – Urheberrecht im digitalen Medienzeitalter diskutierten der Journalist C. Gregor Landwehr, die Musikerin und GEMA-Aufsichtsratsmitglied Julia Neigel, Henning Lesch vom Verband der deutschen Internetwirtschaft, die Rechtsanwältin Christiane Stützle sowie der Musiker Fritz Krings.

Erschreckend sei es, befanden Julia Neigel und Fritz Krings, wie wenig seitens der Politik über Arbeit und Lebensumstände der Kreativen bekannt sei. „Warum“, so Krings, „fällt es der Politik eigentlich so schwer, Künstler zu schützen?“ und zielt damit auf die heftige Debatte um das deutsche Urheberrecht und seine Institutionen wie die GEMA ab.

Aus anderer Perspektive hingegen sieht Henning Lesch vom Verband der Internetwirtschaft den aufgelaufenen Diskussionsbedarf um das Urheberrecht im digitalen Medien- und Nutzerzeitalter. Neue Nutzergewohnheiten führten zu neuen Geschäftsmodellen, an die sich auch das deutsche – sehr konservative – Urheberrecht anpassen müsse.

Die renommierte Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht Christiane Stützle betont, dass viele Nutzer von Musikportalen gar nicht immer in der Lage sind, illegale von legalen Angeboten im Netz zu unterscheiden. Sie fragt: „Wie kann ich die Nutzer stärker vor illegalen Angeboten schützen, und wie kann ich gleichzeitig die Urheberrechte besser durchsetzen?“

Wie sehr die neuen Technologien auch Inhalte verändern, beschäftigte im Anschluss die Diskussionsrunde mit führenden Medienexperten aus der mitteldeutschen Region. Moderiert wurde das Thema „Master & Servant“ – Die Wechselwirkung zwischen Inhalt und Technologie im digitalen Medienzeitalter von Fachjournalist Thomas Steiger.

Alexander Thies, Vorstandsvorsitzender der International Academy of Media and Arts und Vorsitzender Deutschen Produzentenallianz erklärte: „Inhalte werden immer wichtiger!“ Berücksichtigt man die Vervielfältigung von Angeboten, komme den zu erzählenden Geschichten noch größere Bedeutung zu als bisher. „Wir erleben also eine Stärkung der Inhalte!“ Allerdings, so räumt Thies ein, erlebe man die Veränderung von Produktionsprozessen. Hier beobachte man eine Schwerpunktverschiebung zur Postproduktion durch die Möglichkeiten auch virtuelle Welten einzubinden und Geschichten damit noch packender zu erzählen.

Torsten Bönnhof, Geschäftsführer der digital images GmbH beklagt, dass die Ansprüche an die Produktion immer weiter steigen und mehr Personal für gleiche oder auch sinkende Budgets notwendig sind. „Heute brauche ich viel mehr Kunden für die gleichen Produkte. Mirko Kisser vom Verband der Kreativwirtschaft in Sachsen-Anhalt betont die gestiegene Notwendigkeit für die kreative Branche, sich zu vernetzen und eine gemeinsame Lobby aufzubauen. Einig blieb sich die Diskussionsrunde, dass die Inhalte ausschlaggebendes Kriterium bei der Einführung neuer Medientechnologien sind.

In fünf auf die beiden Diskussionsrunden folgenden Gastbeiträgen widmete sich forward2business 2012 gezielt Vertriebsformen und der innovativen Vermarktung im digitalen Zeitalter. Open Video Experte Bertram Gugel sprach zur Zukunft des Fernsehens im digitalen Medienzeitalter. Mark Rau, Gründer und Geschäftsführer der Gesamtkunstwerk Entertainment GmbH, gab Einblicke in die Arbeit an einer ersten deutschen interaktiven App-Serie, die das Kölner Unternehmen entwickelt. Es folgte ein Showcase zu "Konzept & Möglichkeiten von Crowdfunding" von Tino Kressner, dem Gründer und Geschäftsführer der Crowdfunding-Plattform startnext.de. Celloon Gründer Mirko Kisser referierte über „Mobile“ als bedeutenden digitalen Vertriebsweg im Multi Channel Marketing. Ein Hauptgeschäftsfeld seiner Hallenser Firma sind QR-Codes. Vor dem Special Screening des zu großen Teilen mittels Crowdfunding und Crowdinvesting finanzierten Kinofilms „IRON SKY“ berichtete der deutsche Produzent Oliver Damian (27Films) über die Vorzüge und Hürden dieses Finanzierungsmodells.

Kongressleiter Mike Riemenschneider zieht ein überaus positives Fazit. Die elfte Auflage von forward2business sei zugleich die erste gewesen, die von der International Academy of Media and Arts e.V. organisiert und durchgeführt worden sei und dies mit großem Erfolg. So nahmen mehr als 100 Teilnehmer am diesjährigen Mitteldeutschen Zukunftskongress teil. „Es freut mich außerordentlich, dass wir insgesamt 17 Panelteilnehmer und Referenten in Halle begrüßen konnten, die in Diskussionsrunden und mit Einzelvorträgen zu einem lebhaften Austausch der Meinungen und zu differenzierten Bewertungen der derzeitigen Situation und künftigen Entwicklungen im Bereich der digitalen Medien anregen konnten.“, so Mike Riemenschneider. Von den Teilnehmern habe es viel positives Feedback gegeben.

Der Mitteldeutsche Zukunftskongress forward2business 2012 ist eine Veranstaltung des International Academy of Media and Arts e.V. (IAMA) im Auftrag des Sachsen-Anhalt Medien e.V. (SAM).

Kontakt:
International Academy of Media and Arts e.V.
Mansfelder Straße 56
06109 Halle (Saale)
Fon: +49 345 478 08 08
Fax: +49 345 478 08 88
info@forward2business.de
www.forward2business.de

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